Nachschlag zu Kapitel III zum Monatstipp Januar 2015 …..

……..bezügl. : Haustier – Hund / Infektionsrisiko durch Würmer!

Eigentlich gibt’s nur ein, zwei Sätze dazu zu sagen, die allerwichtigsten wären:
1.) keine Rohfleischfütterung !!!!!! (Nix BARFEN)
2.) Die Anweisungen Ihres Haustierarztes befolgen.

Ganz so einfach will ich’s mir aber nicht machen, denn ich spüre schon, wie die Anhänger des Barfens böse Blicke in meine Richtung senden (ich empfange die Signale mit dem Bauch ;-), aber bitte glauben Sie mir, diese Ausführungen, sind NICHT auf meinem Mist gewachsen)!

Ok, Grundsätzlich muss gesagt werden, dass :

…. wir Wurmeier beim STREICHELN unserer Lieblinge aufnehmen (die Hand, die streichelt und das Wurstbrot hält ist das Werkzeug der Übertragung), denn über das Selbstbelecken verteilen die mit Würmern infiziertenTiere die Wurmeier im Fell.

….. alleine nur den Kot vorschriftsmäig entsorgen NICHT ausreicht
denn tierische Hinterlassenschaften sind nicht nur ein ästhetisches Problem in unserer Umgebung, sondern eben ein gesundheitliches, denn mit Beschnüffeln, ev. sogar Fressen des Kotes ist der Circulus vitiosus, die Ansteckung anderer Hunde mit dem infiziertem Kot befallener Hunde eröffnet.

….. es deshalb sinnvoll wäre, den Kot Ihres Tieres untersuchen zu lassen, um den Handlungsbedarf einzugrenzen, um nämlich zu klären :
a) hat der Hund / die Katze Würmer? (Katze = Freilaufkatze, oder enger Kontakt zum Hund, bei Haushalten mit beiden)
b) wenn ja, welche und wie gefährlich sind dieselben?

Für den Menschen SEHR gefährlich sind :

A . BANDWÜRMER, respektive der häufig in Deutschland vorkommende Echinococcus multilocularis, aber auch der etwas seltener vorkommende Echinococcus granulosus.
Beide können nach oraler Aufnahme von Wurmeiern (die sich wie gesagt zuerst im Fell Ihres Hundes, dann in Ihrem Magen befinden, siehe Hand / Wurtsbrot) zu zystischen Erkrankungen in Ihrer Leber u. in anderen Organen führen.
Dies nicht nur bei Ihren Kindern, um dies ja hauptsächlich geht, zumindest in diesem Blog, sondern generell bei jedem Menschen.

– Der E.MULTILOCULARIS wird für den Hund ansteckend, wenn er gerne Feldmäusen jagt und teilweise auch frißt. Generell kommt diese Bandwurmart bei Nagetieren vor.

– Der – wie gesagt – bei uns seltenere E.GRANULOSUS wird übertragen bei Verfütterung von rohen Schlachtabfällen – (!!! Vorsicht „BARFEN“ !!!) – wobei in Deutschland bei der Fleischbeschau Stadien von E.Granlosus selten gefunden werden und damit die Befallsrate bei Hunden unter 0,1 % liegt.

Ich zieh schon mal den Kopf ein aber, liebe BARFER, zu früh gefreut, denn dies gilt für DEUTSCHLAND!
Gefährlicher schaut es nämlich aus, wenn :

a) Ihr Vierbeiner aus Nachbarländern eingeführt wurde (Tierheimhunde / Tierauffangstationen), gleich ob aus Süden, Westen, Norden oder Osten Europas,
b) Sie in einem dieser Länder in Begleitung Ihres Hundes Urlaub machen.

Im Süden und Osten Europas ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor die Schafherdhaltung.
In den betroffenen Ländern sind somit Schafe als Überträger dieser Bandwurmart zu werten.
Wenn Sie im Urlaub (z.B. in Griechenland, Spanien, Italien und allen südöstlichen Urlaubsländern) ebenfalls – mit den dort heimischen Schlachtprodukten-/abfällen – Barfen, kann es schnell passieren, dass Sie sich solch eine Infektion aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen.

B. SPUL (TOXOCARA spp.) -und HACKENWÜRMER, mit welchen Halter von Welpen/ Junghunden häufig konfrontiert sind.
Fast jeder Hundebsitzer kennt die faden- bis spaghettiartigen Gebilde, die Spulwürmer im Kot, aber manchmal auch im Erbrochenen unserer kleinen, süßen, zum Abknutschen (Cave Canem 😉 !!!) niedlichen Vierbeiner.

Aber nicht nur die süßen Kleinen, auch die erwachsenen Hunde können von Spul-und Hackenwürmern – meist unbemerkt – befallen sein.

Beim Menschen kann es nach Aufnahme von deren Wurmeiern (auch hier übers Streicheln, genauso wie beim Bandwurm, siehe Hand/Wurstbrot) zu einer Wanderung der Spulwurmlarven (die nächste Form nach dem Wurm-Ei) durch den Organismus kommen und wenn unsere Augen und/oder unser Gehirn von dieser Wanderung betroffen sind …., dann ‚Gute Nacht‘ , dann wirds gefährlich!!!!

Also, WAS nehme wir aus diesen Infos mit und WAS können wir im Fall der Fälle, aber auch prophylaktisch tun ???

1. WÜRMER werden mit dem KOT ausgeschieden – ERGO, Kotuntersuchungen!

(am besten gleich vom Tierarzt in ein spezialisiertes Labor geschickt, denn hat man Wurmeier oder andere Stadien unter dem Mikroskop nachgewiesen, sollte das Materiel zur genaueren Aklärung der Gefährlichkeit sowieso in ein Spezaillabor versandt werden, da kann man das auch gleich so machen und Geld sparen).

2. WurmEIER sitzen unsichtbar im FELL – ERGO, wir können das Tier baden!

(zumindest als Erstes, sofort nach Diagnose des Kotbefalles, gefaolgt von der vom Tierarzt rezeptierten)

Und jetzt kommt die bittere Pille, hilft aber Alles nichts …

3. Ansteckendes Material sind NAGETIERE und ROHES FLEISCH – ERGO, Hunden und Katzen kein rohes Fleisch ODER Schlachtabfälle verfüttern, sondern kommerzielles Futter – (ja, da ist alles drin, was Ihr Tier braucht UND es ist ultrahocherhitzt) – oder die SELBSTGEMACHTE Fleischmahlzeit auf Kerntemperatur von 65 Grad für 10 Min. erhtzen..

(Ein Ausweg für die BARFER wäre, das Fleich für eine Woche bei -17 bis -20 Grad einzufrieren)

Unsere Hunde und Katzen von Nagetieren fernzuhalten dürfte – wenn der Jagdinstinkt erwacht ist – schon schwieriger sein, bleibt die Hoffnung, dass das Feldmäuschen „Speedy Gonzalez“ in unser aller Interesse flinker ist 😉

Kapitel IV zum Januar- Monats-Tipp, wird einfach im Februar veröffentlicht! Damit Sie aber schon mal sehen, ob Sie Lust haben, den Bog zu öffnen…..,

es wird um das Thema „RISIKO durch Verhaltensprobleme Kind – Hund“ gehen, um solche Fragen wie „was ist zu beachten, dass das Kind vom Hund freundlich als Familienmitglied akzeptiert wird“

Da auch das ein drängendes Thema ist, werde ich schauen, das in Kürze anzugehen :-)!

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