Montag. 4. Dezember, das 4. Türchen

Wie am 1. Dezember erwähnt, befinde ich mich auf der Rückfahrt von Netphen-Irmgarteichen nach München (ja, das gibt’s, im Folgenden, der Kürze halber Ntphi, in Lautschrift = Entephi, das hat was, das klingt!!!

Schon als Kind fand ich meine 3 Vornamen derart gruslig/doof/blöd – Christina-Berta-Maria – so dass ich sie baldmöglichst abänderte, ihnen einen eleganteren Singsang gab, nämlich Christina- Mabetha-Mahiaa, mit Betonung der jeweils letzten Silbe u. kleiner Pause nach Christina (probieren Sie’s, klingt gut).

Das -, erklärte ich meinen Kindergartengenossen, das sei spanisch, mindestens aber italienisch, da ich eine italienische Großmutter habe (hatte ich auch, allerdings 2. Wahl meines Großvaters, somit leider keine Blutsverwandtschaft, nachdem seine erste Ehefrau u. Mutter seiner Kinder an gebrochenem Herzen – wegen der 2.Wahl – verstorben war).

Dass das Mabetha, unter Hinzufügen eines „c“s und durch Entfernen eines „a“s auch leicht Macbeth, in meinem Fall Lady Macbeth hätte heißen können, wusste ich erst in späteren Jahren, als ich älter u. in vielerlei Hinsicht Interessierter wurde und uns im Deutschunterricht als Aufsatzthema „Macbeth“ zur Interpretation aufgetragen wurde.

Ich war – nebenbei bemerkt – schon damals im Gymnasium eine leidenschaftliche Aufsatzschreiberin / Geschichtenerzählerin , was mir die Ehre einbrachte, als Deutschbeste, für die Abitursrede vorgeschlagen zu werden und was ich leider völlig versiebte, da ich in der Deutschabituraufgabe, das erste Mal (und letzte Mal, denn diese Klasse musste ich ausnahmsweise NICHT wiederholen) in meiner schulischen Laufbahnlaufbahn für eine Deutscharbeit die Note 6 = Thema verfehlt, erhielt.

Natürlich war dies dennoch eine super gute Arbeit, nur eben nicht ganz passend zum Thema, was mich aber – begeistert von meinen eigenen schriftstellerischen Fähigkeiten – nicht davon abhielt, „Germanistik“ als Erststudium zu wählen.

Diese Wahl entpuppte sich – glücklicherweise schon im 1. Semester – als ein absoluter Missgriff, ein „No Go“ , denn es wurde mir zugemutet, mich mit Mittel-und Althochdeutsch, als unabdingbar notwendigem Grundlagenwissen zu befassen.
Was mir von diesem Studium haften blieb, waren nur die ersten zwei Sätze von einem Lied (?) Gedicht (?) von Walther-von-der-Vogelweide :

„ich sass auf eihme steine, und dahte bein mit beine,
sah, was in de welte war…..“
(nein, das sind keine Rechtschreibfehler, das wurde damals so, oder so ähnlich geschrieben, dennoch wird „für die Richtigkeit der Wiedergabe keine Garantie übernommen“) ……

Also, ich sah jedenfalls, dass Alles, was „in de welte war“, besser war, als Althochdeutsch und damit war mein Germanistikstudium angezählt …4 3 2 1

Bei 0 ging’s weiter mit dem Studium der Geographie, da meine Logik mir sagte :

„wenn das, was ich am besten konnte, zum größten Reinfall wurde, dann wird das, was ich überhaupt nicht konnte, mich zu schwindelerregendem Erfolg führen“

(Im Erdkundeunterricht war ich nur dadurch aufgefallen, dass ich auf keiner Landkarte jemals den gesuchten Ort finden konnte und im Zeugnis stand – unter Anderem ☹ – „die Schülerin findet sich in den Atlanten für den Erdkundeunterricht in keinster Weise zurecht“ (oder so ähnlich)

Also, konnte nun ja nur besser werden…..

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