Sonntag, 1. Advent, ein Lichtlein brennt

Heute, am 1. Advent ist, wird’s etwas ausführlicher, ja ernsthaft, ich beginne mit der ersten Folge vom Hauptthema „DARM – HAUT – SEELE“

Der Darm ist nicht nur lebendiger Bestandteil unseres Körpers wie alle unsere anderen Organe – und mit „unser“ meine ich auch den Darm von Hund und Katz, den so viel Unterschiede gibt’s da nicht -, er ist eine „sich selbst regulierende Hochleistungszentrale“ . Und schon das Wort beinhaltet die Lage des Darms im Körper, er liegt zentral in der Mitte, wird auch in übertragenem Sinn unser Zentrum genannt.

Kleiner Einschub :
Besuchen Sie mal einen Yogakurs und wenn Sie dann auch denken mögen….

„…nichts für mich, diese ganzen Metaphern, die bring ich doch niemals zur Deckung mit bestimmten Übungen, was z.B., hat jetzt diese Verrenkung mit nem Hund zu tun? Also Meiner sieht so nicht aus, macht sowas auch nicht ….., diese ganzen nachzustellenden Tierfiguren, Verschlingungen, Verknotungen, so nach der Devise „und morgen verrate ich Ihnen die Auflösung des Knotens…“ , ich sollte aber JETZT kochen, NICHT erst morgen…„

….. so haben Sie zumindest gelernt, dass in der buddhistischen Philosophie die Mitte unseres Körpers, samt dessen Inhalt, nicht nur Verdauungszwecken dient, sondern auch unsere seelisch-geistige Mitte, unser ZENTRUM ist.

(Und so dumm ist das gar nicht, sondern das ist allerneuester Wissensstandard in der Neurophysiologie, der Darm ist nicht hirnlos, sondern unser Bauchhirn……und wie immer, hinkt die Wissenschaft unserem Bauchwissen hinterher)

Und in diesem Zentrum geht’s rund, da rumpelt und kracht und zischt und gluckert es und das kommt von den hier lebenden und arbeitenden Mitbewohnern, den 10 hoch 5 (= Milliarden) Mikroben, die machen -ohne Sch… [wörtlich genommen ], also ohne deren Endprodukt, – 4 Pfund Bakterien aus!

Die Bakterien im Darm werden nach unserer Geburt gebildet. Der Anreiz dazu kommt von draußen, von unserer Umwelt mit seinem Mikrobiom – wieder so ein Begriff, schlagen Sie’s bitte nach bei Google, sonst komm ich vor lauter Nebengleisen bis hl. Abend hier nicht weiter – und insbesondere von dem, was die Mutter dem Säugling zugefüttert hat und was im Laufe der Kindheit u. Jugend so verspeist wurde.
So unterschiedlich wie unsere Umweltbedingungen und Ernährungsweisen, so unterschiedlich das vorherrschende Mikrobiom und so individuell unsere körpereigene Mikroflora im Darm.
Diese ist für jeden Menschen so typisch, wie sein persönlicher Fingerabdruck.

Vergessen Sie also jede Empfehlung für Laktobazillen aller Art, zur „Wiederherstellung der Darmflora“, sei’s der Löffel Joghurt, sei’s Perenterol / Perenterol forte, oder wie auch immer die den Absatz fördernden Produkte heißen mögen. Gut tut das nur Ihrem Apotheker!

(Nein, nicht nur, Ihnen schon auch, vorausgesetzt Sie glauben an die Wirkung, denn auch das ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Glaube an die pos. Wirkung eines Medikaments, eine solche auch bewirkt, auch als „Plazebo-Effekt“ bekannt)

Klar, dass die Pharmaindustrie solche Ärzte wie mich nicht schätzt, aber damit kann ich leben.
Also, bei unkomplizierten Durchfällen hilft Kohle, Tee, leichte Kost und Abwarten und sonst nichts
Woher bitte will man wissen, welche Ihrer – nur Ihnen eigenen – Bakterien durch den Durchfall verloren gegangen sind, um diese ersetzen zu können?
Der maßgeschneiderte Mikrofloraersatz ist NOCH Zukunftsmusik…, also, sparen Sie das Geld und kaufen Sie dafür Bio-Hüttenkäse (prima und leichtverdaulicher Eiweissersatz), oder doch den Yoghurt, zumindest ist er leicht verdaulich!

Und gleich der nächste Schlag :
KEIN Antibiotikum bei – unkomplizierten -Durchfallerkrankungen !!!!

Jetzt fragen Sie sich „was ist hier unkompliziert?
Nix ist unkompliziert, wenn man sich so besch…en fühlt, so schwach und elend, man den Tag besser gleich auf der Kloschüssel verbringt, statt im Bett, denn der Weg zum Arzt zur Beschaffung des ärztlichen Krankschreibens für den Arbeitgeber, verbietet sich in diesem Zustand von selbst“.

Die Definition für „unkompliziert“ indirekt erklärt :
die 2-3 Tage, die Sie laut Arbeitsrecht auch ohne Attest von Ihrer Arbeit fernbleiben dürfen, sind noch nicht vorüber und Sie futtern schon wieder munter und zu viel ….., oder auch nicht und werden trotzdem dick u. dicker…… (die Auflösung für dieses Rätsels liefere ich am 2. Advent.) und der Durchfall ist schon vergessen.

Fast alle Durchfälle sind viraler Natur und Viren können mittels Antibiotica nicht behandelt werden.
Die wenigen bakteriellen Durchfallerkrankungen – Salmonellose, z.B. – DÜRFEN nicht antibiotisch behandelt werden. Und bei schweren Durchfällen, gepaart mit Erbrechen, hilft eine Infusion vom Arzt, damit ein bedrohlicher Flüssigkeitsverlust ausgeglichen wird.

Lebensbedrohliche Durchfälle können gerade DURCH die Gabe von Antibiotica entstehen (so im jedem Beipackzettel von antibiotischen Präparaten aufgeführt) und diese müssen in klinisch betreut und überwacht werden.

Damit soll‘s nun aber auch gut sein und morgen, am Montag, den 4.Dezember gibt’s hinter dem Türchen wieder leicht verdauliche Kost

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