Die Floh- Story, 2.Teil

Der Winter hat uns voll erwischt, aber glauben Sie nur nicht, dass es deswegen kein Flohproblem mehr gibt!!
Zwar erfrieren wir fast vor Kälte, igeln uns kuschlig zuhause ein, im warmen Daunendeckenkokon und ….. der Floh hats genauso gemacht.
Denn als Erinnerung an wärmere Zeiten bleibt uns vom letzten Herbstspaziergang, bei noch angenehmen Temperaturen, die Nachkommenschaft des Flohs, den unser Vierbeiner von seiner kurzen Begegnung mit dem Flohmobil „Igel“ in die Wohnung mitgebracht hat.
Denn dieser Floh hat Eier gelegt, lang bevor wir ihn entdeckt haben und hat damit seinen ganz persönlichen Stammbaum für viele neue Flohgenerationen gepflanzt.
Und so läuft das:
von den ca. 2000 Eier, die ein Floh in seinem kurzen Leben legen kann, haben Sie – je nach Staubsaugereinsatz, Putzgewohnheit-/häufigkeit – einen Großteil beseitigt.
Hoffentlich schnell genug, denn es dauert nur wenige Tage, bis aus dem Floh-Ei die bewegliche Floh-Larve wird und damit hats sichs dann.
Mit Staubsaugen, 1 x pro Woche, wie dies für viele Berufstätige ohne bezahlte Putzfee usus sein dürfte, erwischen sie diese nicht mehr, denn die Larven verschwinden ins Dunkle!! Im Dunkeln ist gut munkeln!
Larven sind phototaktisch, d.h. kurz gesagt, sie meiden das Licht, bewegen sich davon weg, unter Teppiche, unter Möbel, in Parkettritzen, in Sofa- und Sesselritzen, so Ihr Hund da seinen Stammplatz hat, oder sie, die Larven, machen’s sich im Bett, in der Besucherritze gemütlich, auch wenn Sie da eigentlich jemanden anderen erwarten :-)….!
Aufs Larvenstadium folgt die Verpuppung (klingelts? Biologieunterricht, lange her) und in diesem Kokon haben’s die Larven ähnlich gemütlich und kuschlig, wie Sie zuhause!
Das Puppenstadium ist also nicht ein Stadium unserer Kindheit, in dem wir mit Puppen spielen, es ist auch keine Entwicklungsphase vom Mädchen zur Powerfrau, sondern die letzte Entwicklungsphase vom Ei zum Floh.
Dieser kann, wenn’s mal schnell gehen soll, schon nach 1 Woche aus dem Kokon springen, oder er kann auch monatelang darin verweilen und – wenn wir das Gekratze unseres Haustieres längst vergessen haben – uns, ganz plötzlich, ein böses Deja-Vue bescheren!
Was passiert?
Das Ende der Gemütlichkeit kommt für Sie und den Floh, wenn‘ zu äußeren physikalischen Reizen kommt.
Z.B. durch höhere Heiztemperaturen (bleiben Sie vielleicht doch besser unter der Daunendecke, statt die Heizung hochzudrehen), durch Erschütterungen (letzte Sylvesterpartie, ging ja hoch her) veränderte Raumluft (sollte mal wieder gelüftet werden, aber… kalt, Heizung aufdrehen, hopsen bis einem warm ist….), Sie sehen, der Flohexplosion sind Sie ziemlich ausgeliefert.
Und dazu kommt, dass auch Insektizide im Puppenstadium den Viechern nix anhaben können……..

….und wenn sie, die Flöhe, bis zur nächsten Fortsetzung nicht von selbst gestorben sind (frommer, aber haltloser Wunsch), verrate ich Ihnen das glückliche Ende der Geschichte!!! :-)!

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