Das gute (beinah-)Ende der Floh-Story……

….. und, da sie (leider) nicht von selbst gestorben sind, leben sie immer noch fröhlich weiter :-(, die Flöhe!

inzwischen sind Sie Fachfrau/-mann auf dem Gebiet der Flohentwicklung, vom Ei über Puppe, Larve, bis zum Floh.
Und deshalb ist es Ihnen auch klar, dass Sie eingreifen müssen, um dem Problem Herr/Frau zu werden.
Also, was tun Sie?
Sie eilen in die Apotheke um ein Pülverchen, einen Spray und das wirksamste aller Flohhalsbänder zu erwerben. Bayer machts möglich, als einer der Marktführer auf dem Gebiet der chemischen Keulen, verspricht die Firma, das Flohproblem für uns zu lösen.
Ich hoffe, Sie lesen nach Ihrem Einkauf in diesem Fall wirklich den Beipackzettel (von was ich sonst eher abrate), denn ansonsten liegt der Canari vielleicht bald auf dem Käfigboden, Beine nach oben und die Fische schwimmen plötzlich verkehrt herum, Bauch nach oben. Sie und Ihre Kinder haben plötzlich Kopfschmerzen und Ihr Hund entwicklelt um den Hals einen Ausschlag.

Kann sein, muss nicht sein!

Aber warum das Risiko eingehen,wo es auch anders geht?
Was für Möglichkeiten gibt es für die Umgebungsbehandlung, wo – wie wir ja gelernt haben – die Hauptgefahr für die ständige Reinfektion unseres Tieres liegt?

1. Aussitzen —, ja durchaus, ABER!!!
Nur unter der Voraussetzung, dass Sie Ihr Tier über mindestens ein halbes, wenn nicht ganzes Jahr mit einem Antiparasitikum behandeln, sei es eines der bewährten
– Spot-on Präparaten, sei es die
– Floh-Antibabypille, die nicht der Floh, sondern Ihr Hund schluckt (für die Katze gibts die 6-Monats-Depotspritze), dann erübrigt sich die Umgebungsbehandlung.
Zur Floh-Antibabypille:
Der Wirkstoff dieser Monatspille verhindert, dass der Floh, der Ihr Tier sticht, Floheier bilden kann.
Was passiert?
Mit der Blutmahlzeit am Wirtstier (das ist Ihr Hund) verspeist der Floh eine Substanz, die ihn daran hindert, für sein Ei eine Schale zu bilden und ohne Eischale, kein lebensfähiges Flohei und wo kein Flohei, da keine Entwicklung zur Puppe, Larve und schließlich zum Floh!
(Wenn Sie sich das Hühnerei ohne Schale vorstellen, verstehen Sie das was passiert, nämlich nichts, ohne Eischale wird das weder Ei noch Kücken.)
Damit wird also der Entwicklungszyklus erfolgreich unterbrochen und irgendwann hat auch der letzte Floh, der in ihrer Wohnung noch lauerte, gestochen, getrunken und damit möglichen Nachkommen den Garaus gemacht. Und das Gute :
Dieser Wirkstoff, der die Chitinbildung der Floheischale verhindert, ist für alle Wirbeltiere, wozu unsere Hunde und Katzen gehören, unschädlich, da diese kein Chitin im Körper haben, dem es etwas anhaben könnte.
Wie Sie sehen, eine recht elegante Lösung.

Übrigens : wenn der Floh in Ermanglung von genügend Wirten irgendwann Sie sticht, dann juckt das zwar höllisch, aber mit Ihrem Blut kann der Lästling sich nicht vermehren.
Sie werden ihn trotzdem nicht dazu überreden können, deshalb ausschließlich Sie zu stechen, denn erst wenn die Grenze von ca. 200 Flöhen pro Hund erreicht ist (oder Ihr Hund verstorben ist, keine Angst, sicher nicht am Flohbefall) zapft der Floh auch Sie an.
Vielleicht haben Sie aber als Ausweg für den verzweifelten Floh auch eine Hauskatze anzubieten, dann wird er den Wirtswechsel zur Katze vorziehen, denn irgendwie weiß er, dass ihm deren Blut bezügl. Vermehrung besser bekommt.

Und jetzt kommt die Aufklärung für das „beinah-Ende“ der Flohstory!

Was machen Sie, wenn Ihr Tier ein „Flohspeichelallergiker“ ist??
Da genügt ja der erste, einzelne Stich (der widerum ja Vorraussetzung für die Blutmahlzeit ist) um die Juckreiz-Kaskade auszulösen.

Don’t worry, auch da gibt es Tipps und Tricks, aber die erkläre ich Ihnen, genauso wie weitere Möglichkeiten der Flohbekämpfung (also zusätzliche zum „Aussitzen“ beim nächsten Mal ;-)!
Denn wo ein 1. gibt es folgerichtig auch ein 2. und sogar 3.
Gräßlich, die Vorstellung, nicht? Dass wenn wir gestochen werden, unser Hund ev. schon 200 Flöhe beherbergt hat

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