letzter Teil der Flohbekämpfungsstrategie

Sie haben also leider einen Flohspeichelallergiker als 4-beinigen Partner zuhause.
Was ist zu tun?
In diesem Fall kommen Sie um die monatliche Anwendung eines Repellents nicht herum.
Auch die Möglichkeit, während der Wintermonate mit der Flohantibabypille (sie erinnern sich an Teil 3 der Flohstory) ihr Tier zu schützen, bzw. die Flohverbreitung zu verhindern, ist für Sie keine Option.
Denn wir brauchen eine Lösung, die verhindert, dass der Floh sticht!
Es nützt uns in diesem Fall leider auch kein noch so umworbenes Antiflohpräparat, wenn der Floh erst stechen muss, um dann, durch Aufnahme des Hundeblutes, zu verenden.
Genau dies tut ein Repellent, es verhindert dass der Floh sticht!
Das Wort Repellent leitet sich aus dem französischen Verb „repeller“ ab, was soviel bedeutet wie abwehren, abweisen, weghalten.
Der bekannteste Vertreter dieser Repellents ist ein seit vielen, vielen Jahren bekannter und geprüfter Wirkstoff, das „Permethrin“.
Im Gegensatz zu vielen modernen neueren Präparaten sind Wirkungen und Nebenwirkungen bestens bekannt und der Wirkstoff ist selbst in der Pädiatrie, also auch für Kinder zugelassen.
Damit bestens getestet, sicher in der Anwendung, mit einem überschaubaren Risiko für Ihr Tier.
Nun bemängeln viele Tierbesitzer, dass das Mittel nicht hält, was es verspricht.
Das liegt meistens nur an :
a. einer falsch durchgeführten Anwendung, oder an
b. der falschen Dosierung (zuwenig für einen großen Hund), oder an
c. zu großen Abständen in der Anwendung.
Tatsächlich wird von führenden Parasitologen inzwischen empfohlen, in Gebieten mit Gefahr einer Leishmanioseübertragung durch infizierte Mücken – wie dies in Deutschland in einer bestimmten Region der Fall ist, nämlich entlang des Rheines, im Rheingraben – , das Präparat sogar alle 2 Wochen aufzutragen.
Warum ?
Es schützt eben nicht nur vor Flöhen, sondern auch vor dem Stich und dem Biß anderer Plagegeister, also z.B. vor Mücken!
Aus diesem Grund ist dieses Präparat GANZ GANZ WICHTIG im Kampf gegen die Leishmaniose, denn es wirkt auch gegen den Stich der Sandmücke, dem Überträger der Leishmaniose.
Diesem Thema werde ich mich deshalb auch im MÄRZ-Monatstipp widmen, da die Saison der Plagegeister UND die der Reisetätigkiet mit den Osterferien eröffnet ist und damit auch die Gefahr der Reiseekrankungen steigt.
So, wie also in Gottes namen trage ich das Spot-on richtig auf?
. Ich empfehle, dem Gatten den Rasierapparat zu entwenden, unter dem Deckhaar des Hundes, zwischen den Schulterblättern (leicht zu tasten) einen „Scherenschlag“ zu machen, also die Haare auf Hautniveau, in einem Bereich von einer 2 €-Münze zu scheren. Bei großen Hunden dasselbe über dem Schwanzansatz, dort wo der Rücken noch gerade ist und nicht abfällt und Sie werden gleich sehen warum.
. Nun lassen Sie Tropfen für Tropfen der richtig dosierten Lösung auf die so vorbereitete Haut fallen und schauen jedem Tropfen zu, wie er in der Haut verschwindet. Denn nur das, was IN der Haut ankommt, kann auch wirken, was im Haarkleid versickert, fehlt für die Wirkung!
. Es gibt Permethrinpräparate in zwei Dosierungen und von verschiedenen Herstellern.
das bekannteste Spot-on dürfte das „Exspot“ sein, aber es gibt das Mittel auch unter anderem Namen als Generikum (d.h. billiger, als das ursprüngliche Präparat).
Die eine Dosierung wirkt für Hunde bis 15 kg KGW (Körpergewicht), die andere wirkt bis 30 kg KGW.
Ihr Hund mit 49 kg KGW braucht also 2 große Dosierungen, dem Hund mit 45 kg KGW reichen 1 große UND 1 kleine Ampulle (vorausgesetzt Sie wenden diese beiden 100% richtig an).
Also, überdenken Sie Ihr Tun, sollte etwas nicht so wirken, wie Sie sich das erhoffen. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt/ärztin einweisen.
Zum nächsten versprochenen Tagesordnungspunkt:
Sie wollen den Befall Ihrer Wohnung durch verschiedene Stadien des Flohentwicklungszykluses nicht aussitzen, sondern es graust Ihnen und Sie wollen das sofort erledigen.
Dann erinnern Sie sich bitte an die verschiedenen Stadien :
1. das Ei (unbeweglich), d.h. Staubsaugen, so gut und so gründlich wie nur möglich. In den Staubsaugerbeutel geben Sie klugerweise ein kleines abgeschnittenes Stückchen eines (billigen) Flohhalsbandes, das zusätzlich hilft, die unterschiedl.Stadien abzutöten.
2. die Larven (beweglich und damit nicht so leicht zu erreichen) sitzen im Dunklen und in Ritzen.
Zusätzlich zum Saugen wenden Sie nun für schwer erreichbare Stellen (Sofa, Sessel, Teppiche etc.), einen Spray an.
Dieser von mir empfohlene Spray muss nur einmal pro Vierteljahr angwendet werden, ist ungiftig für die Umwelt, d.h. der Kanarie, oder Wellensittich, oder die Fische müssen nicht umgesiedelt werden während der Anwendung und auch Sie und Ihre Kinder brauchen nicht mit Atemschutzmasken, Schutzklasse 3, durch die Wohnung wandern.

Damit wären wir mit der Flohtetralogie am Ende.

Gerne dürfen Sie ein Thema vorschlagen, das Sie interessiert, worüber Sie mehr wissen wollen, oder wo Ihnen Google nicht so recht weiterhilft, Anregungen werden von mir gerne aufgenommen, ansonsten lass ich mir selbst etwas einfallen.

Bis bald!

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